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Guessy Kids
4 Min. Lesezeit

Wortschatz spielerisch fördern, von 3 bis 7 Jahren

Wie der Wortschatz von Kindern im Alltag tatsächlich wächst und welche Spiele dabei helfen. Praktische Ideen für Eltern, ganz ohne Unterricht.

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Der Wortschatz wächst nicht dadurch, dass ein Kind Wörter hört, sondern dadurch, dass es sie benutzt. Dieser Unterschied erklärt, warum ein Wort aus einem gemeinsamen Spiel besser hängen bleibt als eines aus einem nebenbei laufenden Zeichentrickfilm.

In diesem Beitrag schauen wir uns an, wie sich der Wortschatz zwischen drei und sieben Jahren entwickelt und welche Alltagssituationen dabei am meisten helfen. Zusätzliche Zeit verlangt davon nichts.

Was in diesem Alter passiert

Zwischen drei und sieben Jahren verdreifacht sich der Wortschatz der meisten Kinder ungefähr. Das Wachstum kommt über zwei Wege: über das Hören von Alltagssprache und über das eigene Sprechen.

Der zweite Weg wiegt schwerer. Wenn ein Kind nach einem Wort sucht, weil es etwas erklären möchte, landet dieses Wort an einer ganz anderen Stelle im Kopf als ein Wort, das es nur gehört hat. Deshalb funktionieren alle Spiele so gut, in denen gesprochen werden muss.

Drei Bereiche, in denen ihr am meisten bewirken könnt:

  • Substantive. Die kommen am leichtesten, weil man auf sie zeigen kann. Bis zur Einschulung kennt ein Kind typischerweise mehrere hundert Gegenstände beim Namen.
  • Verben. Schwieriger, denn auf sie kann man nicht zeigen. Verben tragen aber jeden Satz, also lohnt sich hier etwas gezielte Aufmerksamkeit.
  • Adjektive und Gefühlswörter. Am schwersten und am wertvollsten. Ein Kind, das sagen kann, dass es enttäuscht ist, schreit darüber deutlich seltener.

Sechs Situationen aus dem Alltag

Beim Einkaufen

Im Supermarkt taucht alle zehn Minuten ein neues Wort auf. Fragt nach, was in den Wagen wandert, und lasst euer Kind es beschreiben, bevor es den Namen sagt. Gemüse und Obst sind der leichteste Einstieg.

Beim Kochen

Die Küche steckt voller Verben, die sonst kaum vorkommen: rühren, schneiden, kneten, köcheln. Sagt laut, was ihr gerade tut, und lasst euer Kind es wiederholen. Mehr braucht es nicht.

Beim Anziehen

Zu Kleidung und Körperteilen kommen Adjektive dazu: eng, weich, gestreift, warm. Zehn Wörter in fünf Minuten, und das jeden Morgen.

Beim Spazierengehen

Die Straße ist das beste Wörterbuch. Fahrzeuge, Gebäude, Wetter, Pflanzen. Es reicht, zu benennen, was ihr seht, und bald macht euer Kind von allein weiter.

Beim Bilderbuch

Lest nicht nur vor. Haltet einmal pro Seite an und fragt nach etwas, das im Bild zu sehen ist, aber im Text nicht vorkommt. Diese paar Sekunden bringen mehr als die nächsten zwei Absätze.

Beim Ratespiel

Hier passiert mehreres gleichzeitig: Das Kind sucht ein Wort, umkreist die Lösung und hört dabei die Versuche der anderen. Genau deshalb steht Guessy Kids auf dieser Liste. Bei Bildbegriffen muss das Kind die Sache erkennen und anschließend erklären.

Was nicht funktioniert

Ein paar gut gemeinte Ansätze, die meist nichts bringen:

Vokabellisten auswendig lernen. Ohne Zusammenhang bleiben Wörter nicht hängen. Auch in der Schule überleben nur die Wörter, die benutzt werden.

Ständiges Korrigieren. Wer jeden Fehler sofort ausbessert, sorgt dafür, dass das Kind vorsichtiger spricht und weniger ausprobiert. Viel besser ist es, das Wort im nächsten Satz selbst richtig zu verwenden.

Zu schwere Wörter erzwingen. Ein neues Wort setzt sich fest, wenn das Kind drei oder vier Wörter drumherum schon kennt. Ein völlig isolierter Begriff findet keinen Halt.

Wenn die Familie zweisprachig ist

Bei zwei Sprachen zu Hause gilt dasselbe Prinzip für beide: Was im Spiel vorkommt, bleibt. Es hilft, wenn dasselbe Bild in beiden Sprachen auftaucht, denn dann knüpft das Gehirn zwei Wörter an einen einzigen Begriff.

Mehrere Ratespiel-Apps, darunter auch Guessy Kids, erlauben den Sprachwechsel im laufenden Betrieb. Gleiche Illustration, andere Lösung, und es muss nicht neu gelernt werden, was auf dem Bildschirm zu sehen ist.

Wie viel Zeit kostet das

Keine zusätzliche. Diese Situationen finden ohnehin statt, sie laufen jetzt nur mit Aufmerksamkeit ab. Zehn bewusste Minuten am Tag ergeben im Jahr fünfzig Stunden, und das wirkt sich stärker auf den Wortschatz aus als jedes Lernspielzeug, das man kaufen kann.

Macht den heutigen Abend laut

Ladet Guessy Kids, wählt die erste Kategorie und haltet das Handy an die Stirn. Um das Lachen kümmert sich das Spiel.

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